Facebook - das (A)Soziale Netzwerk

Facebook. Mittlerweile mehr Fluch als Segen.

Viele haben ja schon mitbekommen, dass mein Account gesperrt wurde, weil "Caddü Toast" kein richtiger Name zu sein scheint. In deren Welt.
Wütend korrigierte ich "Toast" dann in "Brotschnitte", was dann anerkannt wurde. Für einige Tage. Danach kam dann die Nachricht, dass ich meinen Namen ändern und eine Kopie meines Personalausweises hinsenden solle; mein Konto bliebe "aus Sicherheitsgründen" vorübergehend gesperrt.

...

Nochmal ganz von vorn:
Bereits als ich mich vor Jahren beim selbsternannten "Sozialen Netzwerk" anmeldete, fälschte ich mein Geburtsdatum. Schließlich geht niemanden an wann ich Geburtstag habe. Mein Name? Ging auch niemanden etwas an. Man braucht doch heute nurnoch Namen und Geburtsdatum bei google eingeben, wenn man etwas über Jemanden herausfinden will. Nein danke!
So entschied ich mich für den wunderschönen Namen "Caddü Toast", der bekannter und bekannter wurde und ich schonbald von einigen wenigen nurnoch "Toast!" gerufen wurde.
Caddü setzte sich fortan durch, ob bei der Auferstehung eines Blogs, eines Youtube Channels, eines Instagramaccounts, einer Mailadresse, ... Caddü Caddü Caddü. Ich mag den Namen, obwohl es einige schwer haben ihn auszusprechen. Wenn ich mich damit vorstelle, denken viele ich heiße "Katrin", weil sie das "ü" nicht richtig verstehen. Das nervt schon ein bisschen, aber was solls. Meine Freunde wissen wie ich heiße.

Und dann kommt Facebook mit seinem Klarnamenzwang.
"Wir möchten, dass deine Freunde wissen mit wem sie sich verbinden."
Schwachsinn. Meine Freunde wissen wer ich bin. Und wer das nicht weiß, der ist auch nicht mein Freund. So einfach ist das.
Ich halte meine Liste klein. Nur Leute aus dem Fotoverein, Menschen die ich auf anderen Plattformen kennen und lieben gelernt habe, Freunde aus dem Reallife und so. Menschen, die mich einmal gesehen haben und direkt adden, die nehme ich nicht in meine Liste auf. Meistens sind die Leute ja zu Tode beleidigt, wenn man sie "als Freund/in entfernt". Schwachsinnige Bezeichnung. "Aus der Kontaktliste löschen" wäre viel einfacher. Das würde nicht so viel böses Blut erzeugen. Denn mal ehrlich ... es wird schon ganz schön übertrieben, mit dieser Freundelistesache. Ich kenne Menschen, die heute wortlos an mir vorbeigehen, weil ich sie "als Freund/in" bei Facebook entfernt habe. Geht's noch?

Aber das ist ja auch garnicht mein Problem. Mein Problem ist dieser ganze Humbug hinter dem Facebook seine Absichten verschleiert.
"Wir möchten, dass sich unsere Nutzer mit Klarnamen anmelden, weil wir das Internetmobbing unterdrücken wollen. Jemand, der mit seinem echten Namen schreibt, überlegt sich zwei Mal was er schreibt."
Auch das ist vollkommener Schwachsinn. Ich wurde schon von Menschen auf Facebook beleidigt, die ALL ihre Namen im Profil stehen hatten. Klaus-Maria-Werner-Stefanie Mehrbusch. Was weiß ich. Das klappt vielleicht bei schwachen Gemütern und Kindern, die Angst haben, dass die Polizei bei ihren Eltern vorbeischneit und mit dem Finger auf das Papier mit "DEM EINDEUTIGEN BEWEIS!" hämmern. Aber bei Menschen, die ihre Meinung sagen? Wie zum Beispiel: "Ihr IS Bastarde sollt uns in Ruhe lassen und zur Hölle fahren!". Ja, zum Beispiel. Nehmen wir an, diese "IS Bastarde" kommen zufällig aus Deutschland.
"Max Müller ist gerade hier: COCKTAILCLUB Breinigstraße 6".
Nehmen wir an, diese "IS Bastarde" haben an diesem Abend nichts vor und machen sich auf den Weg zur Breinigstraße 6. Und wenn sie den armen Tropf dort dann nicht finden, dann suchen wir einfach mal nach Namen und Geburtsdatum bei google.

Das sind sicherlich alles Hirngespinste der heutigen Welt. Sowas kann man weiter und weiter spinnen, bis der Arzt kommt. "Ach so ein Quatsch, wann passiert sowas schonmal?"
Aber mal ehrlich: Ich fühlte mich unwohl, veröffentlichte ich etwas unter meinem richtigen Namen auf einer Plattform, zu der Milliarden Menschen Zugriff haben. Seinen Namen im Internet zu nennen kann gefährlich sein. Unterdrückend.
"Wir wollen, dass deine Freunde wissen mit wem sie sich verbinden."
oder eher "Wir wollen, dass finstere Gestalten wissen, wie sie dich besser finden."
oder noch eher "Wir wollen, dass deine Daten uns noch mehr Kohle einbringen, als wir ohnehin schon haben. Damit könnten wir unzählige Organisationen unterstützen - aber wir behalten das meiste lieber für uns."

Meine Daten auf dem Silbertablett. Und wer tut was dagegen? Niemand. Wieso nicht? Weil niemand etwas dagegen tun kann.
Nicht das deutsche Gesetz kontrolliert, was da bei Facebook gerade Bürgerschutztechnisch abgeht, sondern die USA, oder eher der Facebooksitz in Irland, soweit ich was davon gelesen habe.
Da gelten andere Richtlinien. Und wir alle wissen wie durchgeknallt die USA mittlerweile sind, was Terrorschutz angeht. Je mehr man die Menschen überwachen und kontrollieren kann desto besser.
Und wenn man dabei noch einen Arsch voll Geld verdient - perfekt! Besser kann's doch nicht laufen.
Datenschutz? RECHT AUF ANONYMITÄT IM INTERNET? PAH! Auf sowas scheißen wir! Wir haben Angst vor "dem Feind"; der ganzen Welt, der wir jeden Tag ans Bein pissen. Wenn die mal alle zurückschlagen... garnicht auszumalen! Dann lieber jeden einzelnen bewachen lassen.

Und so wurde Facebook vom "Sozialen Netzwerk" dann zum "Asozialen Überwachungsorgan". Denn: Solche Daten sind nicht sehr viel wert. Ihr wisst schon, die mit diesen Nicknamen wie "Henri Bratwurst" oder "Mi Chelle" oder "Petra Gehtdichnixan". Was soll man damit anfangen können.
"Tun wir einfach so unsere Nutzer liegen uns am Herzen!" Gesagt - getan. Und zack, entsteht ein Klarnamenzwang. Und zack, sind die Konten plötzlich mehr als das doppelte Wert.

Aber zurück zu mir.
Ich habe eben versucht mir mal ein neues Konto anzulegen. Einen neuen Account. "Caddü Toast" wird schon überhaupt nicht mehr registriert. Sofort bekomme ich eine rote Meldung "Bitte verwende deinen richtigen Namen, damit deine Freunde wissen wer du bist."
Ich versuche es also mit "Elvira Breinig" und schon werde ich durchgewunken. Muss noch meinen Account in der Mail bestätigen und ohne weitere Probleme hat Elvira Breinig ein Facebookprofil.
Ich kann einen Spitznamen hinzufügen. Der steht nun zwar in meinem Profil unter dem Namen, aber in Klammern. Mehr geht nicht. Den Namen bekomme ich nicht weg. Dann versuche ich ihn zu ändern: Nichts. Wieder die gleiche Meldung. Caddü Toast sei kein richtiger Name. Bitte verwende doch deinen richtigen Namen, damit deine Freunde ...
"Benutzernamen einrichten", steht da. Ich wittere eine Chance. Vielleicht zeigt sich Facebook am Ende doch noch kooperativ und erlaubt es einem den echten Namen gegen einen Benutzernamen auszutauschen, so wie Google+ das mittlerweile anbietet. "Wähle aus, welcher Name in deinem Profil angezeigt werden soll."
Nichts. Das einzige was dort steht ist: Dein Benutzername muss bestätigt werden. Handynummer angeben. Wenn man kein SMS-fähiges Handy hat, dann solle man es später nochmal versuchen.

...

Die verlangen also auch tatsächlich, dass man ihnen seine Handynummer auf einem Silbertablett serviert. Klarname, Geburtsdatum, Handynummer, Wohnort, ...

Hätte die Stasi eine Internetseite gehabt, sie hätte www.facebook.de geheißen. Oder "Stasibook".
Ich komme mir echt mehr und mehr verarscht vor.
Erst recht, nachdem ich dann heute nach fast einer Woche eine Antwort vom Facebook Support erhielt, nachdem ich meinen zu 99% geschwärzten Ausweis eingesandt hatte, auf dem nurnoch mein Geburtsdatum und Künstlername zu lesen war.


"Diese Entscheidung ist endgültig."
Wer schrieb mir da? Meine Mutter? Die Staatsanwaltschaft?
Ansonsten stand dort nur "Der Fall ist abgeschlossen. Du musst nichts weiter unternehmen. Danke, dass du dich an uns gewendet hast."
Und damit war für die die Sache gegessen. Das Lustige ist nun: Meine Daten können garnicht übereinstimmen, denn ich habe damals nicht mein richtiges Geburtsdatum angegeben. Geht ja auch niemanden etwas an und die Richtlinien haben nicht vorgeschrieben, dass man sein richtiges Geburtsdatum angeben soll. Ich meine, hey: Laut Facebook bin ich 103 Jahre alt. Das kann nicht stimmen.
Und das tut es ja auch nicht, was der Grund ist, wieso mein Konto vorübergehend "aus Sicherheitsgründen" gesperrt bleibt.
Und was soll dieses "wir können dir erst weiterhelfen, wenn...". Helfen? Als ob die mir helfen würden. Als ob.

Nun?
Keine Ahnung. Ich finde weder eine Mailadresse, mit der ich mich an IRGENDEINEN Support wenden kann. Das einzige was man findet ist diese schwachsinnige Seite mit vorgefertigten Frage-Antwort Spielchen und das "Diskussionsforum", in dem Facebook einfach seine eigenen Nutzer dazu auffordert anderen bei ihren Problemen zu helfen. Unter "Impressum" ist nichts zu finden. Unter "Hilfe" ist nichts zu finden. Auf das Feedback, bei dem man unglaublicherweise eine eigene Nachricht eintippen kann erhält man keine Antwort.

Ich habe also weder Zugriff mehr auf meine Künstlerseite noch auf mein Profil und sehe auch keine Möglichkeit dort ranzukommen oder meine Situation erklären zu können. Mit automatisch generierten Antworten unterhält es sich bekanntlicherweise nicht sonderlich gut.
Facebooknutzer sind also im Großen und Ganzen aufgeschmissen. Nicht nur, dass sie keine Möglichkeithaben mit Big Brother Kontakt aufzunehmen und ein Problem individuell zu klären, es wird auch auf ihre Rechte gepfiffen, sie werden ausgebeutet und ausgewrungen wie ein nasser Lappen, werden genötigt und gezwungen zu schwachsinnigen Handlungen und verarscht wo es nur geht.

Wieso will ich dann überhaupt noch Teil dieser Plattform sein?
Weil es LEIDER noch keine Alternative dazu gibt und weil LEIDER jeder einzelne Meiner Freunde Nutzer dieses Vereins ist. Sicherlich könnte man sich auch mal ne Mail schreiben oder ne SMS, aber das erweist sich doch als schwieriger, als gedacht. Ich bekomme nichts mehr mit, Gespräche finden ohne mich statt, ich bekomme zu hören: "Ach hast du schon das neue Foto gesehen von- ... ach stimmt ja." oder "Kommst du mit zu der Veranstaltung? Wie, hast dus nicht im Facebook gesehen? Oh stimmt ja." und weil ich schlicht und einfach meine Künstlerseite brauche, da die meisten Leute LEIDER auf Facebook aktiv sind. Ich meine, Blogger schön und gut, aber wenn du nicht mindestens einmal nen Lippenstift oder ein Rezept postest oder sonstwas was total im Trend liegt, wie Cosplaykram oder Superheldencomics, dann kann man das getrost knicken. Ich persönlich lese kaum bis garkeine Blogs mehr, weils einfach keinen Spaß mehr macht immer das Gleiche zu lesen und sehen. Auf Facebook ist man da dynamischer und stolpert häufiger über Neues, was einen interessieren könnte. Und so eine Künstlerseite ist werbetechnisch LEIDER einfach erfolgreicher. Was soll man auch anderes dazu sagen...

Es geht mir ja nicht darum zu erfahren was meine Freunde gerade machen, wer wann aufm Klo war oder was fürn tolles neues Profilbild Jemand hat. Das interessiet mich garnicht. Die Kommunikation ist ohne Facebook einfach vollkommen im Arsch und wie gesagt ... andersfarbig liegt da brach und schimmelt vor sich hin. Ich komme nicht ran weil ich mich nicht einloggen kann und die geben mir nichtmal die Möglichkeit die Sache mit meinen "ungleichen Daten" zu erklären. Ich werde einfach abgefertigt, was mitunter einer der Gründe ist, wieso ich Facebook so hasse: Die Abfertigung von Menschen als "Geldbringende Werbefresser". Hat man ein Problem kann man das gefälligst in der Hilfe-Liste suchen und wenn man's dort nicht findet ... joah, dann kann man da auch nix dran machen. Facebook hat genügend Nutzer die sich beugen und ihm aus der Hand fressen. Wieso sollte es da auf den Einzelnen ankommen, der sein Profil nicht mehr nutzen kann?

"Verbinde dich mit diesem und jenem, komm, kennst du diese Facebooknutzer? Ja? Nein? Das hier könnte dich auch interessieren. Bitte bezahle für Werbung, damit sich deine wöchentliche Reichweite wieder steigert! Wer sind deine Lieblingssänger? Lieblingssportarten? Welchen Künstler magst du gerne? Dieser hier könnte dich auch interessieren. Kennst du schon diese Facebooknutzer? Kennst du schon diese erfolgreichen Youtuber? Die könnten dich auch interessieren. Hier hast du eine Werbeanzeige passend zu der Seite auf der du eben gesurft bist, weil wir heimlich Cookies speichern! Verbinde dich mit Freunden! Füge diese Seite zu deiner Interessenliste hinzu um keinen Beitrag mehr zu verpassen! Teile diesen Bericht auf Facebook. Like diese Seite mit Facebook. Möchtest du Facebook zu deiner Startseite im Browser machen? Lade dir jetzt die Facebookapp runter! Kennst du diese Freunde von Freunden? Verbinde dich mit neuen Leuten um mehr Menschen in deiner Umgebung kennenzulernen. Bitte gibt an in welcher Stadt du wohnst. Was machst du gerade? ......"


Lieber Herr Zuckerberg,
du bist ein richtiger Dreckssack.

Mit freundlichen Grüßen,
Ich

Sonntagsmilchshakeblues

Blues. Ich glaube, dass dieses Wort als hippe, coole, neumodische Bedeutung für etwas langweilig-deprimierend-schlechtes gebraucht wird. Aber ich mag Blues. Deshalb find ich das nicht schlimm.

Hallooooo ihr da draußen.
Jetzt, da es immer wärmer und schöner draußen wird habe ich noch weniger Lust zu bloggen. xD
Die Sonne scheint - wieso sollte man seine Zeit damit verschwenden vorm Computer zu sitzen und sich den Kram durchzulesen, den irgendeine Irre dahingerotzt hat, nachdem sie es aufgegeben hat zu Backen, Tee zu trinken und ihren Kalender mit buntem Washitape zu bekleben..?
Ich wüsste keinen Grund.


Es macht aber definitiv mehr Spaß mit der Kamera draußen rumzukriechen! :3 Wenn die Welt da draußen explodiert, explodiert mein Kopf gleich mit. :D

Die alljährliche Jagd auf Insekten lohnt sich aber noch nicht. Die Saison ist noch nicht eröffnet. Man findet hier und da eine Ameisenstraße, einen Käfer, Bienchen und Hummeln, aber sonst ist noch nicht viel los. Man kann auch nur hoffen, dass es ab jetzt nicht mehr rapide kälter wird. :| Der launische April ist bald vorbei und man freut sich auf viiiiiiiel sonne im kommenden Monat. (:

Eine Wespe musste ich aber schon mit einem Glas fangen und in die Freiheit entlassen. In unserem Wohnzimmer hat das Tierchen nichts zu suchen.

Vor ein paar Tagen - nämlich am Sonntag - war ich mit dem Micha in Aachen; wir genossen die Sonne und haben uns mit Milchshakes an einen kleinen Stadtteich gelegt, zwischen Gänseblümchen und das liegengelassene Bonbonpapier unserer Vorfaulänzer. Wieso kann man seinen Kram nicht einfach mitnehmen?
Als ich mich umsah entdeckte ich einen Pappbecher, nicht weit entfernt von einem Osterglockenstrauch. Dann eine Weinflasche.
Selbst wenn ich so besoffen wäre, dass ich nicht mehr geradeaus gucken kann, würde mir meine gute Erziehung und nicht zuletzt mein mieses Gewissen verbieten meinen Müll rumliegen zu lassen.
Eine Schande ist das, wenn Menschen zu doof sind Mülleimer zu benutzen.



Wie auch immer. Es machte unendlich Spaß in der Sonne zu liegen, dem, durch die vielen Bäume und Büsche gedämpfen, vibrierenden Stadtlärm zu lauschen und ab und zu einen kühlen Schluck Vanillemilchshake die Kehle runterrinnen zu lassen.
Ein paar Mal bin ich weggenickt; ich hab jedenfalls bemerkt, dass mein Mund offen stand. :D
  Wir saßen eine ganz schöne Weile dort. Die Sonne war von einem Fleck zum andern gewandert, immer wenn ich wieder aufwachte sah ich andere Gesichter um mich herum und irgendwann, als ich geräuschvoll und genüsslich den Milchschaum aus meinem neongrünen Plastikbecher schlürfte, entschieden wir, dass es nun an der Zeit war zu gehen.
Faul gähnend machten wir uns auf den Rückweg zum Auto.



Ich möchte auch demnächst wieder ein paar Shootings starten. (: Mit meinem kleinen Herbst/Winter Projekt hat es so semi gut geklappt. xD Meine Modelle hatten einfach keine Zeit und ich hatte keine Lust da lange hinterherzurennen. Aber ich habe schon einige Ideen für die wärmere Jahreszeit. ;)



Mein Magen verdaut sich gerade selbst...
Gleich geht's noch zum Zahnarzt - Kontrollbesuch - und dann heute Abend zum orientlalischen Tanzkurs. (:


Filmtipp: Ein Brief an Momo - ももへの手紙

Für alle, die ihn noch nicht kennen habe ich hier eine tolle Abendbeschäftigung. (:
Da mich die Ghibliwut gepackt hat habe ich es geschafft innerhalb einer Woche alle Ghiblifilme zu gucken. :D Bis auf zwei oder drei, die mich von der Beschreibung nicht interessierten.
Manche haben sich sofort zu meinen neuen Lieblingsfilmen hochgearbeitet, manche werde ich mir wohl kein zweites Mal anschauen. Darunter auch "Der Mohnblumenberg", unter dem ich mir etwas völlig anderes vorgestellt hatte, als eine Schnipselversion von Marmelade Boy... xD
In mein Herz geflutscht sind hingegen Ponyo <3, Stimme des Herzens, Arrietty und die Chroniken von Erdsee (dieser aber nur ganz knapp). Die hatte ich bis jetzt noch nicht gesehen. (: Kikis kleiner Lieferservice, Chihiros Reise ins Zauberland und das wandelnde Schloss waren vorher schon meine liebsten Ghibli Filme und haben Studio Ghibli zu meinem persönlichen Disney werden lassen, mit dem ich seit der neuen Animationstechnik einfach nichts mehr anfangen kann. Wasserköpfe. o_O

Wie dem auch sei - ich bin durch. Also habe ich mich auf die Suche nach anderen japanischen Animationsfilmen gemacht und bin auf "Ein Brief an Momo" gestoßen, den ich mir gestern Abend beim Zeichnen direkt angeschaut habe. (:

'Ein Brief an Momo' entstand 2011 in Japan und erschien 2014 in Deutschland, bei Universum Film GmbH. Regisseur ist Okiura Hiroyuki.

Die Beschreibung, die man im Web findet ist Folgende:


"Liebe Momo!" — das war alles, was in einem Brief geschrieben stand, den Momos verstorbener Vater hinterlassen hat. Momo und ihre Mutter sind gerade von der Großstadt Tokio aufs Land an der japanischen Seto-Inlandsee gezogen. Sie leben auf einer Insel, in einer wundersamen Stadt, die auf allen Seiten von idyllischen Häusern und Naturlandschaften umgeben ist. Aber auch als Momo ein neues Leben beginnt, fragt sie sich weiterhin, was ihr Vater in diesem Brief wirklich schreiben wollte. Eines Tages entdeckt sie auf dem Dachboden ein altes Buch, woraufhin sich allerlei seltsame Geschehnisse abspielen...

Ob die Übersetzung "liebe Momo" richtig ist habe ich mich den ganzen Film über gefragt. :D Aber was hätte man sonst sagen sollen... xD
Die Geschichte fängt schon traurig an: Die letzten Worte, die Momo zu ihrem Vater sagte waren "Ich hasse dich.", bevor er dann durch einen Arbeitsunfall starb und nicht mehr nach Hause zurück kam.
Man beginnt den Film also schon mit einem dicken Knoten im Hals, der durch das Erscheinen der drei Yokai ein wenig aufgelockert, am Ende aber nochmal fest zugezogen wird.

Es ist ein Misch aus Drama und Slapstick, der nur durch die drei Gestalten beigesteuert wird.
Bei all der Heulerei tut ein wenig Gelächter echt gut, was manches Mal jedoch auch die ernste Stimmung zerstört...
Ich hätte mir gewünscht, dass die Story noch ein wenig tiefer taucht. Es zieht sich zwar durch den Tod des Vaters ein roter Faden durch den Film, der aber auch nur auf der Oberfläche dümpelt; so kommt es mir jedenfalls vor.
Der Film dauert knapp 2 Stunden und am Ende hat man trotzdem irgendwie das Gefühl der Unbefriedigung, als hätte man die ganze Zeit auf den großen Paukenschlag gewartet, der aber einfach nicht kommen will. Die Geschichte wird sehr langsam, teilweise etwas zu zäh erzählt, besticht aber durch die flüssigen Animationen und schön gestalteten Landschaften.
Die deutschen Synchronstimmen, vor allem der drei Kobolde machen wirklich Spaß und ich hatte nichts daran auszusetzen. (:

Der Szenenwechsel geschicht manchmal recht schnell, wirkt aber dennoch nicht hektisch. Was ich im Kontrast dazu dann sehr schätze sind solche Szenen wie auf dem Bild, die einfach so lange stillstehen, bis die Person im Zentrum des Geschehens etwas Dummes sagt. :D
"Ich denke ... ich kann garnicht schreiben."
Das sind dann solche Momente, in denen eine Gruppe Schüler im Vordergrund stöhnend blitzartig umfallen und die Beine in die Luft strecken würde. :D Manchmal erwartet man auch einen beschämten Tropfen am Hinterkopf der Personen zu entdecken - aber nichts dergleichen passiert. Man denkt ihn sich aber trotzdem. ;D

Was ich allerdings schade fand war, dass den Figuren häufig die Plastizität fehlt! Trotz knallendem Sommer-Sonnenschein sind teils überhaupt keine oder nur sehr wenig Schatten zu sehen.


SPOILERINHALT

Die Entwicklung, die Momo durchmacht langweilt einen schon fast, da die Story doch das typische "Familienmitglied stirbt und die Angehörigen müssen damit klarkommen. Neues Zuhause. Kind des Hauses entflieht ihrem Kummer durch magische Wesen und am Ende wird alles gut."-Schema verfolgt. Die persönlichen Erfolge, die sie für ihr neues Leben erziehlt sind zu offensichtlich, wie zB. der Sprung ins Wasser von der Brücke, den sie am Ende doch noch schafft. Wie zu erwarten. xD Würde man darüber eine Analyse in der Schule schreiben müssen, würde man sicherlich über die Frage stolpern: Analysiere den Sprung von der Brücke. Was bedeutet das für Momos weiteres Leben?

Auch wer hofft, dass das Ganze in eine Art "Chihiros Reise ins Zauberland 2" ausartet, wird enttäuscht. Sehr schön finde ich aber, dass die japanische Mythologie angekratzt - aber leider auch nur angekratzt - wird. (: Die drei Yokai hätte man jedoch noch ein wenig weiterentwickeln und die Charaktere ausbauen können. So bleiben sie doch sehr oberflächlich und man weiß nicht, ob man sie nun mögen oder einfach nur nervig finden soll. :( Schade.


Was mich persönlich sehr gestört hat war das überdramatisierte Ende. Sicherlich sind es eine Mischung aus Mitgefühls- und Freuden-tränen, dass der tote Vater seiner Tochter zum Abschluss dann noch einen Brief aus dem Totenreich schickt, damit man sich nicht mit der Gewissheit, dass Momos letzte Worte an ihn schrecklich waren zurückgelassen fühlt, ist aber dann doch ein kleeeeeines bisschen zu übetrieben. xD Aber immerhin lässt es den Zuschauer den Film mit einem guten Gefühl im Magen abschließen, auch wenn es viel Wehmut zurücklässt. u__u

 SPOILERINHALT - ende :D

Alles in allem finde ich den Film schön. (: Wer schon mit der Erwartung an eine 2. Ghibli-Produktion da ran geht kann nur enttäuscht werden. Es kann eben nicht immer alles Ghibli sein. ;)
Ich habe auch gelesen, dass der Film eine schlechte Abkupferung von diversen Ghibli Klassikern sein soll, dem ich absolut nicht zustimmen kann! Die japanische Kultur besteht nunmal auch aus ihren Sagen und Mythen - die sind nicht erst seit dem Zauberland bekannt. Solch eine undurchdachte Aussage hat der Film absolut nicht verdient; bedient er auch das Familiendramenklischée mit magischer Note.


'Ein Brief an Momo' führt einem mit seiner Detailverliebtheit vor Augen, wie kostbar das Leben ist und wie wichtig es ist niemals aufzugeben.  Nicht zuletzt: Sich stets im Guten von Menschen zu verabschieden und nicht immer an sich selbst zu denken.

Wenn es an der Zeit ist, werde ich ihn wieder schauen. (:


Un-Sichtbar

Es war Sommer geworden und ich konnte endlich wieder im labbrigen Top zur Uni. Den grünen Fetzen hatte ich mir für ein paar Euro bei H&M gekauft. Irgendein Charakter aus irgendeiner Serie war dafür verantwortlich gewesen; ich lasse mich gerne von anderen beeindrucken und "inspirieren". Menschen, die so sind, wie ich gerne wäre - oder von denen ich gerne ein Stück abbekommen würde. Und wenn dann ein besonders lässiges Miststück gerade recht kommt, dann kaufe ich Klamotten, die so ähnlich aussehen wie ihre und fühle mich dann irgendwie ein bisschen cooler. Das ist irgendwie so eine Angewohnheit von mir. Die Lederjacke habe ich seit ich Supernatural schaue - weil Dean auch eine hat und ich mir darin so lässig vorkomme. Seit ich bemerkt habe, dass zwei meiner lieblings-Polizistinnen aus Krimi-Serien auch Lederjacken tragen, habe ich mir eine winzige Sammlung zugelegt. Zum totlachen, oder?
Ich weiß, dass sie nach Drehbüchern tanzen, aber für mich sind diese erfundenen Menschen irgendwie real und ziehen in meinem Kopf ein wie in ein gigantisches Hochhaus, vollgestopft mit Gestalten, die ich um irgendetwas beneide.

Wir saßen zu viert in einem kühlen Raum, in dem einen das viele Weiß beinahe erdrückte: Weiße Regale, weiße Tische, weiße Computer, weiße Waschbecken, weiße Fensterrahmen, ...
Zu der Zeit fühlte ich mich sehr einsam. Auch wenn ich in einem Raum voll mit Menschen war, merkte ich doch, dass mir irgendetwas fehlte. Jemand konnte mich in den Arm nehmen und stundenlang festhalten und wenn er losließ war das einzige, was ich wirklich fühlte Erleichterung. Darüber, dass ich mich wieder frei bewegen konnte. Darüber, dass dieser Mensch mir endlich nicht mehr in der Seele herumstocherte.
Es war alles komisch.
Ich wollte auch garnicht mit anderen reden. Ich wollte nicht. Ich wollte allein sein und doch nicht allein sein. Aber Nähe machte mich fertig; stresste und überforderte.

Morgens wachte ich auf mit dem Gedanken: Was soll das?
Abends ging ich ins Bett mit dem Gedanken: Hoffentlich wache ich morgen früh auf und der Traum hat ein Ende.
Ich wachte auf und nichts passierte. Die gleichen Menschen stellten die gleichen Fragen, überforderten mich mit Aufgaben und waren genervt davon, dass ich genervt von ihnen war.
Die ganze Welt war für mich nicht mehr tragbar. Gibt's sowas?
Ich weiß nicht einmal mehr, was das Ganze ausgelöst hatte. Es kam einfach so. Der Trott? Fixierung auf die eigenen Fehler und Systemmängel?
Mit niemandem konnte ich reden - das habe ich mir zumindest eingebildet. Eingeredet. Als säße etwas kleines, hässliches auf meiner Schulter, was mich morgens nach dem Aufwachen angrinste und, bis ich ins Bett ging nicht damit aufhörte.

Ich verlies den Raum ohne ein Wort zu sagen und trat auf den Flur. Niemand zu sehen. Niemand zu hören. Mit einem Ruck öffnete ich das riesige Fenster - nichts. Kein Windhauch; nur die wenigen Geräusche, die durch den Lärmschutz des Innenhofes zum Flur herauf wehten, der dumpfe Pegel der Stadt und das Summen von Bienen, weiter oben an der roten Backsteinmauer. Die Sonne stand nur morgens so günstig, dass man sich in ihr aalen konnte. Um die Nachmittagszeit war sie schon weiter gezogen und spendete anderen ihr Licht.
Trotz der Hitze bekam ich Gänsehaut und schaute den Bienen zu, wie sie emsig umherschwirrten. Ganz schön viele, dachte ich noch. Dann holte ich tief Luft und es war, als würde ein Wasserballon in meinem Kopf explodieren. Ja, ich weinte vor mich hin; gab aber keinen Ton von mir.

Ich dachte an die vielen Leben, die ich bis jetzt hätte leben können. Ich meine, es machte mich nicht traurig, dass ich mir dieses Leben ausgesucht hatte. Es ist echt super und ich bin wirklich nur zu faul für alles. Das Leben ansich war es. Die geballte Macht all dessen, was jeden Tag auf mich einströmte.
Freunde erzählen von neuen Bekanntschaften, von Urlauben und Kinobesuchen. Von romantischen Abenden, von Parties und von allem, was sie sich vorgenommen haben. Von diesem und jenem und Kochen und Kunstprojekten. Draußen platzt das Leben aus allen Nähten und in meinem Kopf ... ? Stille.
Es war, als versuche man angestrengt sich an etwas zu erinnern und nichts passiert.
Ich kam mir vor wie ein unendlicher Loser. Wie Jemand, der dem Leben nicht gewachsen ist. Dem Erwachsenwerden nicht gewachsen ist. Der Geschwindigkeit, in der sich alles ändert und verändert. Mit Veränderungen komme ich nicht klar. Sie machen mir Angst und ich verstecke mich davor so gut ich kann. Aber das Leben lässt so etwas garnicht erst zu. Es bestraft einen dafür und nimmt einem jeden letzten Winkel, in dem man sich verkriechen könnte.

Ich stand in der Uni vor dem offenen Fenster, starrte über die Stadt und heulte, als hätte ich wirklich einen Grund dazu. Ich kam mir vor, als hätte mich gerade Jemand geohrfeigt.
Dann ging die Türe auf und eines der Mädchen von drinnen ging in Richtung Toilette. Ich schluckte, hörte wie es inne hielt und schließlich auf mich zu kam. Umgesehen habe ich mich nicht.
"Ist alles okay?" "Ja.", antwortete ich. Wir wechselten ein paar Worte. Nichts bedeutendes; ich weiß nicht mehr. Dann ging sie und lies mich allein. Einen kurzen Augenblick lang hatte ich mir gewünscht, sie würde mich an der Schulter fassen, mich herumdrehen und sagen: "Was ist wirklich los? Und lüg mich nicht wieder an." Aber es geschah nichts dergleichen. Sie ging einfach und ich blieb da.

Das war so ein Moment, in dem ich am liebsten aus dem Fenster gesprungen wäre; über das flache, schwarze Teerdach weiter nach hinten, mit ein paar weiteren Sprüngen bis unten und dann einfach laufen. In dem Moment hatte ich das Gefühl, dass irgendjemand auf der Welt gerade das Leben lebt, gegen das meines eingetauscht wurde. Ich sollte nun dort sein. Abenteuer erleben. Das Leben reiten, wie einen dieser mechanischen Stiere.
Aber ich blieb stehen, putzte mir die Nase, schlich zum Spiegel auf der Toilette um zu kontrollieren, ob ich noch danach aussah, als hätte mich Jemand auf dem Flur verprügelt und zog schließlich die weiße Türe hinter mir zu, als ich wieder ins Zimmer geschlüpft war und so tat, als sei ich heute einfach ein wenig gelangweilt, während die anderen anscheinend zu beschäftigt mit SMS-Schreiben und ihren Notizblöcken waren.



An diesen Tag erinnere ich mich oft. Er erinnert mich daran, dass ich es immernoch nicht kann; das Leben beherrschen. Heute erdrückt es mich auch noch oft, aber ich atme durch und gehe in eine andere Richtung. Nicht auf den Berg zu, sondern nehme die flachere Straße. Vielleicht führt sie mich ja eines Tages dorthin, wo ein großes Abenteuer auf mich wartet...
In der Zwischenzeit muss ich lernen, dass derjenige auf den ich mich verlassen können muss ich selbst bin.


adoptiert von "tramps like me."
http://tramps-like-me.blogspot.de/

Stuff4U: The Naked Lace Company

Da es momentan mal wieder nix interessantes gibt, worüber man bloggen könnte (einen Post darüber, dass ich mir meine geliebten Haare abschneiden lies wollte ich jetzt nicht unbedingt verfassen XD hust), dachte ich mir, ich könnte mal wieder einen Stuff4U-Post zu verfassen!

Eigentlich hätte ich am Sonntag auch den ersten Bunte-Blogger-Post schreiben sollen, aber ich kam einfach noch nicht dazu. Darauf darf man sich dann diesen Sonntag freuen. (:


Ich hab mal wieder nen tollen Shop gefunden. (:

Vor einigen Posts habe ich mal nen Kommentar bekommen, wieso ich denn nen Shop vorstelle, wenn ich überhaupt nicht dort bestellt habe. Das wäre ja "unsinnig". Nun, erstens habe ich nicht so viel Kohle, dass ich zu jedem Post irgendwas bestellen könnte. xD Und zweitens ... mir doch egal. :D Je unsinniger desto besser!

Von daher: TADAA! :D The Naked Lace Company - Ein kleiner Onlineshop aus GB.
Der Shop ist nicht sonderlich riesig - damit meine ich, dass die Auswahl einen nicht aus den Socken haut. :D Aber was es dort gibt, wird der ein oder anderen sehr gut gefallen. :3

"Handmade Lolita Sock Toppers, Peter Pan Collars, Lace Chokers, Lolita Wrist Cuffs and Sailor Fuku Accessories - Seifuku 制服

The Sailor Fuku will shortly be moving into its own Etsy Shop, stay tuned!
"


Aaaaah! (: Ich liebe die Krägen und Schleifen. <33
Ich hab auch gesehen, dass man Custom-Bestellungen aufgeben kann. (:

Die Preise find ich vollkommen okay. Ein Kragen mit großer Frontschleife kostet 34.04€. Die Versandkosten variieren zwischen 4€ und 6€.

Bewertungstechnisch liegt der Shop vorne. (: 



Die Sachen sind handgemacht und als ich angefragt habe, ob ich die Fotos verwenden darf bekam ich außerordentlich zuvorkommende und freundliche Antwort. (:

Wenn ihr also auf der Suche nach einem schönen Sailor-Collar seid, dann schaut mal rein!


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